TIPP des MONATS

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Nostoc-Bakterien - Glibber im Garten

Wer nach starken Regenfällen schleimige Gebilde im Rasen oder Garten findet, bei dem haben sich sog. Nostoc-Bakterien breit gemacht. Der Bakterienschleim sieht zwar eklig aus, ist aber ungefährlich.

Auch wenn die Bakterien keinerlei Schaden anrichten und sogar Nährstoffe erzeugen, sind sie für viele Gartenbesitzer optisch nicht schön. Zur Entfernung des Schleims wird häufig der Einsatz von Kalk empfohlen, hat jedoch keine dauerhafte Wirkung. Die Nostoc-Kugeln verschwinden zwar schneller, aber beim nächsten Regenschauer sind sie wieder da. Ausgetrocknete Schleimnester können bei Trockenheit mit einem Rechen ausgeharkt werden. Auf offenen Bodenflächen empfiehlt es sich, die besiedelten Stellen ein paar Zentimeter tief abzutragen, anschließend zu düngen und Pflanzen zu setzen, die den Bakterien ihren Lebensraum streitig machen.

 

Gärtnern nach dem Mondkalender

Quelle: Kraut und rüben

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Für das Gärtnern nach dem Mondkalender gilt: Oberirdische Pflanzen sollten bei zunehmendem Mond gesät oder gesetzt werden, unterirdische Pflanzen hingegen bei abnehmendem Mond. Allerdings spielen auch die aktuellen Witterungsbedingungen eine Rolle und sollten nicht ignoriert werden.

 

Sind die Tage zum Gärtnern für bestimmte Pflanzengruppen günstig, spricht man von Frucht-, Wurzel-, Blüten- oder Blatttagen. In obigem Kalender sind vier Pflanzengruppen durch entsprechende Symbole gekennzeichnet.

 

Juli

Juni

Monilia reduzieren

Bei mit Monilia infizierten Blüten und Triebspitzen an Aprikosen, Pfirsichen, insbesondere Sauerkirschen und Mandelbäumchen, sollten befallene Stellen herausgeschnitten werden, um den Infektionsdruck zu vermindern. Es sollte immer so weit zurückgeschnitten werden, bis in den Schnittstellen kein braunes, befallenes Gewebe mehr erkennbar ist. Die Pilzerkrankung Monilia tritt über die Blüte in die Pflanze ein.

 

Kirschfruchtfliegen

Wenn sich die Früchte von Gelb nach Rot verfärben, legt die Fliege ihre Eier ab. Das ist der richtige Zeitpunkt, um mit Raupenleim bestrichene Gelbtafeln aufzuhängen. Diese Tafeln sowie spezielle Kirschfruchtfliegenfallen gibt es im Fachhandel. Sie können den Befall nur etwas reduzieren, aber nicht verhindern.

 

Stippen an Äpfeln verhindern

Oft sind Apfelbäume schlecht mit Kalzium versorgt, Es entsteht kurz vor der Ernte oder sogar erst danach eine Stippigkeit. Dies ist eine Mangelerscheinung für fehlendes Kalzium. Helfen kann eine Blattdüngung etwa 6 Wochen nach der Vollblüte. Wichtig ist eine gute Bewässerung sowie richtige und maßvoll ausgeführte Schnittmaßnahmen. Es können Mitte Juni im Abstand von ca. 10 Tagen 3 bis 4 Behandlungen, z.B. mit Kalksalpeter oder anderen Düngern aus dem Fachhandel vorgenommen werden. Blattbehandlungen nur abends und bei kühleren Temperaturen durchführen !

 

 

 

Mai

Bei Erdbeerpflanzen die Fruchtstängel vorsichtig mit Stroh unterlegen. Eventuelle Ableger entfernen oder zur Seite legen, falls sie vermehrt werden sollen.

 

Überschüssige Bodentriebe bei Johannis- und Stachelbeeren entfernen.

Himbeeren anbinden bzw. in Drahtrahmen einfädeln.

 

Ab Mitte Mai können vorgezogene Pflanzen wie Tomaten, Paprika, Gurken oder Zucchini ins Freie gepflanzt werden, vor Nachtfrösten schützen.

Frostempfindliche Blumen wie Dahlien, Gladiolen, Canna und Tigerblume nach den Eisheiligen ins Freie pflanzen.

Ebenso nach den Eisheiligen können Balkonkästen bepflanzt werden. Die neu gepflanzten Blumen erst nach 3-4 Wochen düngen, dann alle 1-2 Wochen mit Flüssigdünger.

 

April

Obstbäume richtig pflanzen

Wenn Sie die richtige Sorte ausgewählt haben, und einen passenden, sonnigen Standort, wird zunächst das Pflanzloch ausgegraben. Es sollte doppelt so groß sein, wie der Topf des Baumes, gerne auch größer. Besonders in die Tiefe muss die Erde durchlässig sein. Mit frischer Pflanzerde, Kompost und Urgesteinsmehl verbessern Sie den Boden optimal. Das Wichtigste ist die Veredlungsstelle: Der Knubbel am unteren Stammende muss unbedingt über der Erde bleiben. Bitte lassen Sie den Pflanzschnitt schon in der Baumschule vornehmen, wenn Sie sich damit nicht auskennen.

 

Jeder Baum sollte die ersten Jahre außerdem mit einem Pflanzpfahl stabilisiert werden. Damit verhindern Sie, dass durch zu viel Wind kleine Wurzeln wieder abgerissen werden. Außerdem müssen Sie den Baum mit 20 Liter richtig angießen, damit die Wurzeln Bodenschluss haben und eingeschlämmt sind.

Beste Pflanzzeit: November bis März oder April

 

Schädlinge bekämpfen

Steinobst: Um Infektionen mit dem Monilia-Pilz vorzubeugen sind zwei Spritzungen in die aufgehende Blüte mit dafür zugelassenem Fungizid vorzunehmen.

Die Blütenbüschel der austreibenden Jungbäume auf Blattläuse kontrollieren und bei Bedarf mit bienenverträglichen Mitteln (Raiffeisen- oder Baumarkt) bekämpfen.

Die austreibenden Bäume auf Befall durch den Frostspanner untersuchen und bei Bedarf mit einem Bacillus-Thuringiensis-Mittel bekämpfen.

 

März

Grunddüngung

Die Ausbringung von Volldüngern sollte grundsätzlich nur nach einer Bodenanalyse erfolgen. Durch sie werden auch der Humusgehalt, die Bodenart und der ph-Wert bestimmt.

 

Schnitt der Pfirsichbäume
Warten Sie mit dem Schnitt der Pfirsichbäume bis kurz nach der Blüte, da sie extrem frostempfindlich sind. In diesem Stadium lassen sich auch die echten von den falschen Fruchttrieben gut unterscheiden.
 
Kernobst schneiden
In den nächsten Wochen ist noch Gelegenheit, Kernobstbäume auszulichten und zu schneiden. Je nach Wuchsverhalten der Bäume wird stärker oder schwächer geschnitten: Ein starker Rückschnitt fördert das Triebwachstum zu Lasten des Obstertrags.
 
Strauchbeerenschnitt

Für die früh austreibenden Strauchbeeren wird es jetzt höchste Zeit, spätestens in der ersten Märzhälfte sollten sie fertig geschnitten sein. Das gleiche gilt für Sauerkirschen.

 

Februar

Obstbaumschnitt

Der Winterschnitt endet vor dem Blattaustrieb. Zu stark wachsende Bäume sollten erst Ende März/Anfang April geschnitten werden. Zur Wuchsberuhigung kann auch ein Sommerschnitt bzw. Juniriss sinnvoll sein.

 

Bäume auf Schäden und Rindenkrankheiten untersuchen, ggf. kranke Astpartien entfernen.

Anbindungen und Wildverbissschutz kontrollieren, lockern bzw. erneuern.

Für Sträucher, wie Himbeeren, Johannisbeeren etc. ist jetzt die richtige Pflanzzeit.

Kompost im Garten verteilen.

Ende Februar überwinterte Geranien schneiden, Hortensien und Gräser schneiden.

 

Januar

- Veredelungsreiser bei Kernobst schneiden, d.h. mittellange einjährige Triebe.

- Eingewachsene Fixierungen an den Stämmen prüfen und ggf. erneuern.

- Weißanstrich am Stamm anbringen.

- Baumschnitt bei trockenem frostfreiem Wetter vornehmen.

- An frostfreien Tagen können Bodenproben entnommen werden zwecks Hinweise auf           Nährstoffgehalt und ph-Wert im Boden (Anfrage über den OGV).

 

Dezember

Am 4. Dezember ist Namenstag der Heiligen Barbara. Traditionell können Zweige von Obstbäumen geschnitten und ins Wasser gestellt werden.

Manche trockenen Samenstände von Stauden eignen sich für dekorative Adventsfloristik, wie z.B. Efeu-Blüten, Hortensien etc.

 

Kranke oder absterbende Bäume roden, Stabilität von Baumpfählen prüfen sowie einschneidende Schnüre entfernen bzw. erneuern.

Werkzeuge pflegen für den nächsten Einsatz.

Eingelagerte Früchte wöchentlich prüfen, für ausreichende Belüftung sorgen und faule Früchte entfernen.

 

November

Baumscheiben und Stämme säubern, das Falllaub nicht um die Stämme legen. Mäuse und Wildschweine können die Baumwurzeln verletzen.

Leimringe gegen Frostspanner anbringen.

Gelbtafeln abhängen.

 

Bis Ende des Monats können noch Blumenzwiebeln gepflanzt werden.

Trockene Blütenstängel von Stauden kann man stehen lassen als Kälte- und Nässeschutz für Pflanzen bzw. Vogelfutter.

 

Oktober

Dahlien dürfen noch blühen bis zum ersten Frost. Dann abschneiden und die Knollen gut trocknen lassen und bis zum Frühjahr kühl und dunkel lagern.

Gräser nicht zurückschneiden, erst im Frühjahr.

Blumenzwiebeln, wie Tulpen, Hyazinthen etc. können noch bis November gesetzt werden.

Oleander vertragen geringe Frosttemperaturen, deshalb solange wie möglich im Freien stehen lassen.

Aus frisch gepreßtem Apfelsaft lässt sich gutes Apfelgelee kochen, Rezept sh. unsere Rubrik "Rezepte".

 

September

Wassergaben reduzieren, damit Holz und Knospen zu guter Winterhärte ausreifen      können und nicht mehr düngen.

Kranke Bäume roden, Wurzelreste ausgraben.

Bei Sommerhimbeeren die abgetragenen Ruten bodennah abschneiden.

Erntezeit, für optimale Lagerung bei trockenen Bedingungen ernten.

Samen für das nächste Gartenjahr ernten, besonders interessant auf Blühwiesen.

 

August

Gemüse wie Gurken, Bohnen, Tomaten ausreichend wässern und noch bis Ende des Monats bei Tomaten Triebe ausgeizen, alternde und kranke Blätter entfernen.

 

Balkon- und Kübelpflanzen benötigen wöchentlich Dünger. Rosen ab jetzt nicht mehr düngen, regelmäßig Verblühtes abschneiden.

 

Jetzt ist Zeit zum säen von Winterrettich, Radieschen, Blattemüse und Salate, Spinat, Zuckerhut und Feldsalat.

 

Juni

Spargel und Rhabarber haben ihre letzte Erntezeit bis Mitte Juni.

 

Nachtschattengewächse, wie Tomaten und Paprika haben einen hohen Nährstoffbedarf.

Tägliches Gießen und regelmäßiges Düngen mit z.B. Brennesseljauche oder Kompost-Beigabe erfreut die Pflanzen. Eine Tomatenpflanze benötigt täglich 2 - 3 l Wasser.

 

Baum-Check

Im Dezember sollte man sich die Bäume genauer ansehen. Jungbäume sind anfällig für Holzschädlinge, weshalb eine Kontrolle auf runde Ausbohrlöcher unbedingt erforderlich ist. Oftmals befindet sich an den Austrittsstellen weisses Bohrmehl durch die Fraßschäden von Insekten-Raupen.

Locker im Boden stehende Bäumchen sind an den Wurzeln geschädigt oder kaum angewachsen. Fraßspuren können auf Wühlmäuse hin deuten, dunkel verfärbte Wurzeln auf Pilzbefall und Nässe.

Vom Bockkäfer befallene Bäume sind im Winter zu roden und das Holz ist zu verbrennen.

 

Links

Tipps von A - Z für alle Gartenfreunde und Obstbaum-Besitzer

http://www.t-online.de/heim-garten/garten/gartenarbeit/

 

Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft

www.enkeltauglich.bio

Produkte herstellen und anbieten, die >100% Bio<  sind. Doch hundert Prozent "Bio" ist in Gefahr: Zahlreiche Ackergifte aus der sog. konventionellen Landwirtschaft verbreiten sich flächendeckend! Ein rückstandsfreier Bio-Anbau wird immer schwieriger. Bio-Bauern haften für Kontaminationen, die andere zu verantworten haben.

 

Tipps

obstlagerung

Nicht vergessen, Äpfel geben das Reifehormon Ethylen ab, deshalb von anderem Lagergut separieren.

 

rosmarinöl zur massage, wundheilung und pflege

500 ml Olivenöl

etwa 20 frische Rosmarinzweige

Die Rosmarinzweige werden klein geschnitten und in ein verschließbares Glas gegeben. Das Olivenöl dazu gießen, bis alles bedeckt ist. Evtl. Luftblasen mit einem Holzspatel herausrühren. Der Auszug an einem warmen Ort ca. 3-4 Wochen aufbewahren, das sich bildende Kondenswasser am Deckel alle paar Tage mit einem sauberen Tuch abwischen.

Nach der Auszugsphase wird das Öl durch ein sauberes Tuch abgeseiht und ausgedrückt, in eine saubere Flasche abgefüllt und verschlossen. Das Öl ist etwa 1 Jahr haltbar und eignet sich zur Massage, Wundheilung oder Pflegestoff für Gesicht, Hände oder Füße, verträglich für jeden Hauttyp.